Löwenzahn

Der Löwenzahn gehört genauso wie die Ringelblume und die Schafgarbe zu den Korbblütlern. Der Löwenzahn ist eine Milchsaft führende Pflanze. ACHTUNG: Für Kinder ist der weiße Saft der Stängel giftig. Die Stängel der Blüten sind hohl und nicht verholzt. Sie sind also leicht zu verbiegen. Trennt man den Stängel von der Pflanze, so tritt einerseits der Milchsaft aus den Milchsaftröhrchen aus, andererseits setzen osmotische Vorgänge zwischen Zellsaft und dem Wasser ein. Das verändert den so genannten Turgordruck in den lebenden Zellen, die den Stängel aufbauen. Der im Verglich zum Wasser höhere osmotische Wert der lebenden Zellen bewirkt, dass diese Wasser aufnehmen und sich entsprechend dehnen. Hingegen werden die toten und somit zellsaftlose Zellen sowie die Gefäße, die ihren Milchsaft verloren haben, zusammengedrückt. Äußerlich sichtbar werden dies Vorgänge durch die Krümmungen des Stängels. Löwenzahn enthält Flavonoide und Bitterstoffe und ist reich an Kalium. Es gibt etwa 60 Arten, die von Europa bis Zentralasien wachsen. Meist sind es rauhaarige Kräuter die in Mitteleuropa anzutreffen sind. An Ufern und auf feuchten Wiesen wächst der Hundslattich und der Herbstlöwenzahn. Ebenso sind sie anzutreffen auf Magerwiesen, Äckern und an Wegrändern. In den Alpen ist der Graue Löwenzahn und auf Kalkböden der Ebenen der Alpenlöwenzahn zu finden.